Fachseminar Erdkunde

Willkommen beim  Fach Erdkunde am Studienseminar Hannover. Die Referendarinnen und Referendare von Seminar I und Seminar II werden gemeinsam in einem Fachseminar Erdkunde ausgebildet.

 

Erdkunde als Unterrichtsfach

Das Fach Erdkunde soll die Schülerinnen und Schüler zu kompetentem raumbezogenen Verhalten erziehen -- eine schwierige Aufgabe, zumal Stundenkürzungen die Erfüllung dieses Bildungsauftrages immer mehr erschweren. Umso wichtiger ist deshalb eine fundierte Ausbildung der Erdkundelehrer in der 1. und 2. Phase, damit auch durch die Qualität von Unterricht der bedeutende Stellenwert des Faches unterstrichen werden kann. Eine Arbeitsgruppe des Verbandes Deutscher Schulgeographen und des Hochschulverbandes für Geographie und ihre Didaktik arbeitet deshalb zur Zeit an einem Konzept für die inhaltliche Verzahnung von 1. und 2. Phase der Gymnasiallehrerausbildung.

Die Aufgabe des Erdkundeunterrichts ist es, Raumverhaltenskompetenz zu fördern, denn viele der Gegenwarts- und Zukunftsfragen der Menschheit (z.B. Bevölkerungswachstum, Ressourcennutzung) haben zu tun mit dem begrenzten raumbezogenen Naturpotential (Boden, Wasser, Energie,...). Besonders in der Umwelterziehung -- hier geht es  auch um Wertevermittlung und Handlungsorientierung -- kommt dem Fach Erdkunde deshalb eine wichtige Rolle zu, da es als Zentrierungsfach naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Aspekte miteinander verbindet und somit gewissermaßen "in sich" schon interdisziplinär ist. Aber auch in Bezug auf gesellschaftliche und politische Bildung leistet das Fach Erdkunde im Zusammenhang mit der zunehmenden Globalisierung einen wichtigen Beitrag zum Erwerb von Raumverhaltenskompetenz. Entscheidend für das Fach Erdkunde ist hier immer der raumbezogene, ganzheitliche Ansatz.

Der doppelte Dualismus des Faches, der in dem Verhältnis Physische Geografie / Anthropogeografie sowie Regionale / Thematische Geografie begründet ist, macht Erdkunde zu einem sehr komplexen Fach, das Fachkenntnisse aus den verschiedensten Disziplinen fordert. Diese Tatsache macht aber gleichzeitig  -- gerade in Bezug auf den Unterricht -- den besonderen Reiz des Faches aus, der durch die Vielfalt an Medien und Arbeitsmaterialien, an praktischen Arbeits- und Sozialformen sowie in der möglichen Einbeziehung originaler Begegnungen an außerschulischen Lernorten gegeben ist.
Erdkunde zu unterrichten sollte also nie langweilig sein !!!

 

Quelle: Richter, D.: "Geographie1 kurz & klar"


Fachleiterin Erdkunde

Als Fachleiterin für Erdkunde am Studienseminar II in Hannover möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Renate Koch, ich bin in Hagen / Westfalen geboren und auch dort zur Schule gegangen; studiert habe ich in Göttingen und Münster. Mein zweites Fach ist Chemie.

Ich unterrichte am Johannes-Kepler-Gymnasium in Garbsen.

Tel. (dienstlich): 05137-14080

Privat:

Tel:

05137-122170

 

e-mail:

Renate-Koch@gmx.net


Arbeit im Fachseminar

Das Erdkunde-Fachseminar findet alle 14 Tage, immer in den geraden Wochen donnerstags von 14.15 bis etwa 16.15 Uhr im Studienseminar statt.

Das übergeordnete Ziel der Referendarausbildung im fachdidaktischen Seminar muss es sein, die Referendarin / den Referendar zu befähigen, Unterricht fachgerecht und schülerorientiert zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Dazu müssen theoretische Überlegungen und praktische Erfahrungen sinnvoll miteinander verknüpft werden.

Zum fachgerechten Unterricht gehört zunächst eine solide fachwissenschaftliche Ausbildung an der Universität. Im Zuge zunehmender Spezialisierung und engerer Schwerpunktsetzung an den Universitäten wird von den Referendaren mehr und mehr erwartet, sich in einigen Teilbereichen der Geografie dieses Fachwissen erst in der 2. Phase der Ausbildung eigenständig anzueignen  bzw. zu vertiefen. Hier kann das Fachseminar nur Hilfestellung leisten.

Die Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Grundkonzepten ist sowohl unter allgemeintheoretischem, z.T. auch historischem Aspekt, als auch in Bezug auf die konkrete Unterrichtsplanung Thema im Fachseminar, denn die didaktischen Leitlinien finden ihre Konkretisierung in Lehrplankonzepten (z.B. Grundlehrplan des Verbandes Deutscher Schulgeographen), in Rahmenrichtlinien und Schulbüchern.

Basis für die Unterrichtsplanung sind die grundlegenden Zielsetzungen des Geografieunterrichts, nämlich der Erwerb von Fachkompetenz, Methodenkompetenz und sozialer / kommunikativer Kompetenz. Zum Erreichen dieser Ziele sollte der Unterricht so geplant werden, dass  die Schüler entscheidungsrelevant den Lernprozess mit gestalten können, d.h., dass der Lernprozess geprägt ist durch intensive Eigentätigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schüler. Der Methodenkompetenz kommt hier in zunehmendem Maße Bedeutung zu (Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, kritische Nutzung / Bewertung von Informationen). Für die Planung von Unterricht werden im Fachseminar alle didaktisch und methodisch relevanten Aspekte behandelt (Experimente, Modelle, Auswertung von Karten, Diagrammen,..., Handlungsorientierung, fächerübergreifendes Arbeiten, Bildungsziele, Prinzipien des Erdkundeunterrichts,...). 

Die Auswertung von Unterricht erfolgt ausbildungsbezogen im Regelfall im Gespräch mit dem Referendar - wenn möglich unter Einbeziehung von weiteren Referendaren als "Gäste" des Unterrichtsbesuchs.